Marxismus


Marxismus
Mar|xis|mus [mar'ksɪsmʊs], der; -:
Lehre, die die revolutionäre Umgestaltung der Klassengesellschaft in eine klassenlose Gesellschaft zum Ziel hat:
den Marxismus studieren, weiterentwickeln.

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Mar|xịs|mus 〈m.; -; unz.〉 die von Karl Marx (1818-1883) begründete Lehre des Sozialismus

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Mar|xịs|mus, der; -, …men [nach dem dt. Philosophen u. Nationalökonomen K. Marx (1818–1883)]:
1. <o. Pl.> von Marx u. Engels begründete Lehre, die auf einer mit der Methode des dialektischen Materialismus erfolgenden Betrachtung der Gesellschaft beruht u. die die revolutionäre Umgestaltung der Klassengesellschaft in eine klassenlose Gesellschaft zum Ziel hat:
die Lehre des M.
2. aus dem marxistischen Jargon stammendes sprachliches od. stilistisches Element in gesprochenen od. geschriebenen Texten.

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Marxịsmus
 
der, -. Zunächst Bezeichnung für die von K. Marx in Zusammenarbeit mit F. Engels entwickelte ökonomische, soziale und politische Theorie, wurde der Begriff des Marxismus bald auch auf jene Theorien ausgeweitet, die sich unter Berufung auf Marx als eine Weiterentwicklung seines Systems verstanden. Mit dem Beginn dieser »Schulbildung« entstanden auch die ersten innermarxistischen Kontroversen um die Frage, was als der eigentliche Gehalt der marxschen Theorie anzusehen sei. Die Geschichte des Marxismus wurde so sehr bald auch zu einer Geschichte »offizieller« und abweichender Lehrmeinungen, wobei die »offizielle« Lehre in der Regel von den Führungsgremien der zur Macht gelangten kommunistischen Parteien festgelegt wurde. Der folgenreichste Versuch bei der Ausbildung einer marxistischen Orthodoxie war die bereits mit Engels' Popularisierung des Marxismus beginnende und dann von K. Kautsky, G. W. Plechanow und Lenin weitergeführte Entwicklung einer marxistischen Weltanschauung, die als dialektischer Materialismus bezeichnet wurde. Die Geschichte des Marxismus nach Marx bestimmen somit zwei Entwicklungsstränge: seine Weiterführung und Ausweitung durch die sich auf Marx berufenden Theoretiker und seine Einengung zur Restform des dialektischen Materialismus.
 
Die Bedeutung des Marxismus liegt v. a. auf politischem Gebiet: Soziale Bewegungen und Parteien haben sich auf den Marxismus berufen oder tun dies noch. Die russische Oktoberrevolution, die chinesische, kubanische oder vietnamesische Revolution wurden mit den Lehren des Marxismus legitimiert. Seine Anwendung im politischen Kampf hat zur Ausbildung verschiedener Richtungen geführt (Sowjetmarxismus, Trotzkismus, Maoismus, Titoismus, linke Sozialdemokratie).
 
 
Einer berühmten Formulierung Lenins zufolge entspringt die marxsche Theorie aus drei Quellen: der deutschen idealistischen Philosophie, der englischen Nationalökonomie und dem französischen Sozialismus. Insbesondere in seinen Frühschriften wurde Marx' Denken durch die hegelsche Philosophie geprägt, deren zentraler Gedanke der dialektischen Bewegung der Geschichte, des Aufhebens (in der dreifachen Bedeutung von »überwinden«, »bewahren« und »auf eine höhere Stufe heben«) der Gegensätze von These und Antithese in der Synthese, für Marx entscheidend war. Im Gegensatz zu Hegel, der das Bestehende in seiner Vernünftigkeit erklären wollte, ging es Marx jedoch um den Entwurf einer in den Bestand der Welt verändernd-emanzipatorisch eingreifenden Philosophie. War für Hegel die Geschichte eine Projektion des Geistes, in deren dialektische Bewegung der Geist zur Anschauung seiner selbst gelangte, so wurde sie von Marx als die »Selbstentfaltung des Menschen« in der tätigen Auseinandersetzung mit der ihn umgebenden Natur begriffen. Mit dem Begriff der »Entfremdung« suchte Marx den Kontrast zwischen den geschichtlichen Möglichkeiten des Menschen als eines autonomen Wesens und seiner verkrüppelten Realität in der zeitgenössischen Gesellschaft zu bezeichnen. V. a. die wachsende Arbeitsteiligkeit im Zeitalter des Kapitalismus wurde für Marx zum Inbegriff der Entfremdung: Sowohl das Produkt als auch der Produktionsprozess traten dem Produzierenden immer stärker als ein Fremdes, für ihn Unüberschaubares und sich seinem Wollen Entziehendes gegenüber.
 
Im Zentrum der marxschen Frühschriften steht seine Religionskritik. Hegel versteht die Religion als »Selbstbewusstsein des absoluten Geistes«, wovon das subjektive, endliche Bewusstsein nur ein Moment ist. Andererseits ist der absolute Geist auf das endliche Bewusstsein angewiesen, wenn er zum Bewusstsein seiner selbst gelangen will. Unter Betonung des subjektiven Moments kann in diesem dialektischen Zusammenhang die Religion auch als Produkt des um Selbstbewusstsein ringenden endlichen Menschen begriffen werden (B. Bauer). Nach L. Feuerbach drücken die Menschen in Gottesidee und Religion das von Vernunft, Wille und Liebe geprägte Wesen ihrer Gattung aus. M. Stirner negierte alle Erscheinungen des hegelschen objektiven und absoluten Geistes (Moral, Staat, Religion) und ließ nur noch den »Einzelnen« und seine Bedürfnisse gelten. Marx folgte dieser materialistischen Reduktion der idealistischen Gedanken Hegels auf die Vorstellungen und Bedürfnisse sinnlich-konkreter Menschen, hielt jedoch in den Polemiken der Jahre 1844-46 den Junghegelianern gegenüber an Hegels dialektischen Konzeption des Zusammenhangs zwischen Arbeit, Tausch, Gesellschaft und politischen Institutionen fest. Die Junghegelianer verkannten nach seiner Ansicht, dass die von ihnen kritisierten Formen des entfremdeten Geistes Produkte des »verkehrten« gesellschaftlichen Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft seien. In diesem Sinne ist die Religion für Marx - im Gegensatz zu der Auffassung der französischen Materialisten des 18. Jahrhunderts, die sie als einen »Priestertrug« ansahen - zugleich der Ausdruck der menschlichen Sehnsucht nach vollständiger Entfaltung seiner Wesensmöglichkeiten und der Protest gegen die gesellschaftliche Wirklichkeit. So bezeichnet er sie als Opium des Volkes, nicht aber, wie es fälschlich oft heißt, als Opium für das Volk. Kritik der Religion ist für Marx der Auftakt zur Kritik all der Verhältnisse, die die religiöse Vertröstung des Menschen erforderlich machen. Die Kritik der Religion leitet über zur Kritik des Kapitalismus. Für die Verelendung des Proletariats machte er das Privateigentum an Produktionsmitteln und die darauf beruhende kapitalistische Wirtschaftsweise verantwortlich. Sein künftiges Hauptinteresse galt der Analyse von deren Gesetzmäßigkeiten, vorab durch Studium der klassischen englischen Nationalökonomie (A. Smith, D. Ricardo), besonders deren Arbeitswertlehre, der zufolge sich der Wert eines Gutes nach der zu seiner Reproduktion erforderlichen Arbeit bemisst. Erste Anregungen hierzu erhielt er von Engels.
 
 
Marx' anthropologische Aussagen knüpfen an Feuerbachs Konzeption vom Menschen als konkret-sinnliches Gattungswesen an; durch Übernahme der hegelschen Lehre vom tätigen, sich in den Formen seiner Entfremdung entfaltenden Geist hat Marx diese Konzeption dynamisiert. Der Mensch ist Gattungswesen in dem Sinn, dass er sein eigenes Wesen und damit auch das der Gattung in freier, bewusster Tätigkeit hervorbringt. Indem er sein Wesen in der Arbeit entäußert, vergegenständlicht er es in seinem Produkt und schaut sich in ihm an. Die Wiederaneignung des vergegenständlichten Wesens durch den Menschen ist bisher jedoch an den gesellschaftlichen Verhältnissen gescheitert. Die Entäußerung des Arbeiters in seinem Produkt führt unter den Bedingungen des Kapitalismus zu einer vierfachen Entfremdung: 1) zur Entfremdung des Arbeiters von seinem Produkt; 2) zur Entfremdung von seiner Arbeit, die zur »Zwangsarbeit« wird; 3) zur Entfremdung von seiner Natur und damit von seinem Gattungswesen und 4) zur Entfremdung der Menschen untereinander. Geld und Kapital verkörpern die »verkehrte« soziale Welt. Die menschlichen Bedürfnisse werden unter der »Geldherrschaft« zum bloßen Mittel herabgesetzt, andere in ökonomische Abhängigkeit zu bringen. Die Arbeit, von Marx als die Selbsterzeugung des Menschen gefasst, hat sich unter den Bedingungen des Kapitalismus in das Gegenteil dessen verkehrt: Sie ist zur Entäußerung und Entwirklichung des Menschen geworden. Je mehr Werte der Arbeiter produziert, desto wertloser wird er selbst, da die von ihm hervorgebrachten Produkte sich zu einer ihm entgegentretenden Macht (Kapital) verdichten. Das Los der Arbeiter, die den Reichtum zur Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse produzieren, sind Armut und abstumpfende Tätigkeit. Eine Rückkehr des Menschen zu sich und damit eine Auflösung des Widerstreits zwischen Mensch und Natur setzt eine Aufhebung des Privateigentums an den Produktionsmitteln voraus. - In der »Deutschen Ideologie« (1845-46) versuchten Marx und Engels, ihre anthropologischen Aussagen »materialistisch« zu fundieren. Die Konzeption des Menschen als »Gattungswesen« wurde wegen ihrer Missverständlichkeit aufgegeben. Die Menschen wurden nunmehr als »wirkliche Individuen« bezeichnet, deren erste Voraussetzung die Produktion und Reproduktion von Lebensmitteln und der Gattung sind. Dieser Lebensprozess bestimmt das menschliche Bewusstsein. Die Weise der Auseinandersetzung mit der Natur, die wiederum vom Stand der Produktivkräfte bedingt wird, bewirkt, dass die Menschen bestimmte Formen des zwischenmenschlichen Verkehrs hervorbringen, die ihrerseits auf das Bewusstsein zurückwirken. So konnte Marx sagen, dass das menschliche Wesen das »Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse« sei (6. Feuerbachthese).
 
 
Die von Marx und Engels in der »Deutschen Ideologie« entwickelte Geschichtsauffassung knüpft unmittelbar an den anthropologischen Befund an. Der historische Prozess wird vom Widerspruch zwischen Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen vorangetrieben, die die Menschen zwecks ihrer physischen Reproduktion miteinander eingehen. Zu diesem Widerspruch kommt es, weil die Menschen die Produktivkräfte ständig fortentwickeln, um ihre immer neu und erweitert entstehenden Bedürfnisse befriedigen zu können. In diesem Prozess werden mit fortschreitender Arbeitsteilung auch die Produktivkräfte weiter entfaltet. Arbeitsteilung und die spezifische Struktur der mit bestimmten Eigentumsformen verknüpften Produktionsverhältnisse bewirken, dass Erzeugung und Genuss des gesellschaftlichen Reichtums qualitativ und quantitativ ungleich an die Menschen verteilt werden. So entstehen unterschiedliche soziale Interessen, die die unterschiedlichen sozialen Klassen durchzusetzen versuchen. Deshalb ist die »Geschichte aller bisherigen Gesellschaft die Geschichte von Klassenkämpfen« (Kommunistisches Manifest). Archaisches Stammeseigentum, antikes Gemeinde- und Staatseigentum, feudales und ständisches Eigentum und das in der bürgerlichen Gesellschaft vorherrschende Privateigentum charakterisieren jeweils bestimmte Produktionsverhältnisse oder Produktionsweisen. Ihnen entsprechen als subjektives Moment des historischen Prozesses kämpfende Klassen, die sich in einem antagonistischen Widerspruch (Antagonismus) gegenüberstehen: Freie und Sklaven in der Antike, Feudalherren und Leibeigene im Mittelalter, Bourgeoisie und Proletariat als die Hauptklassen der kapitalistischen Gesellschaft. In seinen ökonomischen Schriften begründete Marx die globale These, dass in der Entwicklung der Produktivkräfte eine Stufe eintritt, auf der diese unter den bestehenden Verhältnissen in Destruktivkräfte umschlagen: Wie sich die feudalen Strukturen aufgelöst hätten, weil sie Schranken für eine ungehinderte Kapitalverwertung bildeten, so werde auch die kapitalistische Wirtschaftsweise untergehen, weil Ausbeutung und das daraus resultierende Gesetz vom tendenziellen Fall der Profitrate keine Verstetigung einer zureichenden Kapitalverwertung zuließen. In den daraus entstehenden ökonomischen und politischen Krisen werde das organisierte Proletariat die Strukturen der bürgerlichen Gesellschaft zerstören und damit deren Entfremdungszusammenhang beseitigen. Parallel hierzu führt die kapitalistische Konkurrenz zur Konzentration und Zentralisation des Kapitals in den Händen einer immer kleiner werdenden Gruppe von Produktionsmittelbesitzern und zur Proletarisierung der traditionellen Mittelschichten. Diese Polarisierung der Gesellschaft ist für Marx die Voraussetzung der proletarischen Revolution. In ihr wird das Proletariat zum Träger einer geschichtlichen Zukunft ohne Unterdrückung und Not, da seine Emanzipation nicht an die Unterdrückung und Ausbeutung einer anderen Klasse geknüpft ist. Insofern begreift Marx die Emanzipation des Proletariats als die Emanzipation der gesamten Menschheit.
 
Marx und Engels stellten ihre Geschichtsauffassung auf verschiedenen Abstraktionsstufen dar. Das Vorwort zur »Kritik der politischen Ökonomie« enthält die abstrakte Formulierung, dass sich mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage u. a. der juristische und politische Überbau, in bestimmten Epochen revolutionär, umwälzt. Im »Kommunistischen Manifest«, in den »Grundrissen der Kritik der politischen Ökonomie« und im »Kapital« werden solche Umwälzungsprozesse detailliert analysiert.
 
 Kritik der politischen Ökonomie
 
Die klassische Nationalökonomie (A. Smith, D. Ricardo, J. B. Say) meinte, die Wirtschaftsordnung bilde bei ungestörter Entfaltung ein relativ harmonisches und stabiles System; Marx dagegen wollte nachweisen, dass die kapitalistische Wirtschaft immanent widersprüchlich sei und sich deshalb in Krisenzyklen entwickle. Der klassischen Nationalökonomie sei diese Einsicht verwehrt, weil sie dem »Schein der Oberfläche« (z. B. der Annahme, Kapital erzeuge Zins und Boden bringe Grundrente hervor) aufsitze und nicht erkenne, dass allein die lebendige Arbeit Werte schafft.
 
Die Darstellung der ökonomischen Lehren beginnt im »Kapital« mit einer Analyse der Ware, die Marx als Elementarform des Reichtums in kapitalistischen Gesellschaften begreift. Waren besitzen als nützliche Dinge Gebrauchswert und zugleich, als weitere Voraussetzung, Tauschwert, der auf ein ihnen inhärierendes (»innewohnendes«) Gleiches, ihren Wert, verweist. Der Tauschwert bemisst sich nach der zur Herstellung des Gutes durchschnittlich notwendigen Arbeitszeit. Jeder Warenwert ist darstellbar im allgemeinen Warenäquivalent Geld; das Geld ist dabei die »Materiatur des Tauschwertes«, ein Mittel des Warenumlaufes. Im Gegensatz zur einfachen Warenzirkulation (Ware - Geld - Ware; verkaufen, um zu kaufen) vollzieht sich bei der einfachen Handelsoperation (Geld - Ware - Geld; kaufen, um zu verkaufen) eine Verwandlung des Geldes in Kapital, »Geld heckendes Geld«.
 
Im nächsten Schritt will Marx zeigen, dass der Profit als Ziel des Wirtschaftens nicht allein der Zirkulationssphäre entspringen kann, denn der Gewinn des einen Waren- oder Geldbesitzers bedeutet zugleich den Verlust des anderen. Mehrwert entsteht in der Produktionssphäre und wird in der Zirkulationssphäre realisiert; Voraussetzung der Mehrwertproduktion ist, dass auf dem Markt eine Ware angeboten wird, deren Gebrauchswert darin besteht, Werte zu produzieren, die größer sind als das, was zur Reproduktion dieser Ware vonnöten ist: Diese Ware ist die Arbeitskraft. Sie wird von den Proletariern angeboten, die dadurch definiert sind, dass sie an Produktionsmitteln nichts besitzen als ihre Arbeitskraft. Der Tauschwert der Arbeitskraft, zu dem sie auf dem Markt angeboten wird, bemisst sich, wie der jeder Ware, nach der zu ihrer Produktion und Reproduktion notwendigen Arbeitszeit und entspricht somit dem Tauschwert der Lebensmittel, die im weitesten Sinn zur Erhaltung des Arbeiters und seiner Familie benötigt werden. Allein die »lebendige Arbeit« produziert den Reichtum der Gesamtgesellschaft: a) Reproduktion der Produktionsmittel, b) Produktion der eigenen Lebensmittel, c) der Lebensmittel für die Kapitalistenklasse und d) unter Umständen zusätzliche Produktions- und Lebensmittel zur Erweiterung der Produktion. Die Arbeiter erhalten aber nur einen Teil dieses Produkts (nämlich: b), während der Mehrwert den Kapitalisten zukommt; so liegt ein Ausbeutungsverhältnis vor.
 
Der Begriff Kapital kennzeichnet nach Marx ein historisch-gesellschaftliches Verhältnis zwischen Eigentümern der Produktionsmittel, Produktionsbedingungen und Arbeiterklasse. Es ist im Prozess der »ursprünglichen Akkumulation« entstanden, der in England im 16. Jahrhundert einsetzte und die ursprünglich selbstständigen Produzenten ihrer Produktionsmittel beraubte. Damit war die Voraussetzung der »Selbstverwertung des Kapitals« geschaffen. Die Arbeiter produzierten und reproduzierten beständig das Kapital der Kapitalisten auf zunehmend »erweiterter Stufenleiter« (Akkumulation des Kapitals). Die im Kapital akkumulierte vergangene »tote Arbeit« herrscht so über die »lebendige Arbeit«; von Marx zugleich als soziales Herrschaftsverhältnis (Unterwerfung der Arbeiter unter die von ihnen selbst geschaffenen Produkte: Betrieb und Organisation, Maschinerie und Technologie) begriffen.
 
Der Profit besteht in dem Überschuss des Warenwerts über den Wert des von Kapitalisten vorgeschossenen Gesamtkapitals (C). Die Größe C setzt sich aus konstantem Kapital (Wert der Arbeitsmittel, = c) und variablem Kapital (Wert der Arbeitslöhne, = v) zusammen, also aus c + v. Die Profitrate bemisst sich nach dem Verhältnis von Mehrwert (m) zum vorgeschossenen Gesamtkapital; m/c =m/c + v (im Unterschied zur Mehrwertrate m/v, die den Grad der Ausbeutung misst). Je nach Ausnutzung von c (Verbesserung von Technologie und Arbeitsorganisation) und v (Verlängerung des Arbeitstages oder Intensivierung der Arbeit) wird die Profitrate beeinflusst: Sie steigt mit steigender Mehrwertrate, sinkt jedoch bei zunehmendem Anteil des konstanten Kapitals (Wertzusammensetzung). In den Produktionszweigen ist die organische Zusammensetzung des Kapitals (Verhältnis c : v) verschieden. Dies führt zu unterschiedlichen Profitraten, die sich jedoch ausgleichen, weil die Konkurrenz der anlagesuchenden Kapitale eine Durchschnittsprofitrate entstehen lässt. Dies bewirkt zugleich, dass der eigentlich in Geld ausgedrückte Preis, zu dem Waren ausgetauscht werden, der Produktionspreis (Kostenpreis der Ware + Durchschnittsprofitrate) ist. Durch die Produktion des relativen Mehrwerts müssen immer mehr Produktionsmittel eingesetzt werden, um eine bestimmte Menge von Arbeitskraft zu beschäftigen. Dies verändert die organische Zusammensetzung des Kapitals zugunsten von c und bewirkt durch Beeinflussung von Mehrwertrate und Wertzusammensetzung den Fall der Profitrate. Trotz Gegentendenzen (z. B. Erhöhung des Ausbeutungsgrads der Arbeit) setzt sich das Gesetz des tendenziellen Falls der Profitrate durch. Es verstärkt die Tendenz zur Konzentration und Zentralisation des Kapitals, verhindert so dessen kontinuierliche Verwertung und ist damit entscheidende Ursache von Massenarbeitslosigkeit (Entstehen einer industriellen Reservearmee), Verelendung des Proletariats und zyklisch auftretenden Wirtschaftskrisen. Das Kapitalmonopol wird zur (schließlich gesprengten) Fessel der kapitalistischen Produktionsweise.
 
 Soziologie und politische Theorie
 
Marx begreift die Ökonomie als einen objektiven, krisenhaften Strukturzusammenhang; das subjektive Moment, das die kapitalistische Produktionsweise beseitigen wird, ist das Proletariat. Mit der Bourgeoisie (industrielle Kapitalisten und Grundeigentümer) bildet es die Klassen der modernen bürgerlichen Klassengesellschaft. In ihr besteht die soziale Differenz darin, dass die Bourgeoisie die Produktionsmittel, das Proletariat nur seine Arbeitskraft besitzt.
 
Zwischen Bourgeoisie und Proletariat stehen nach Marx und Engels die Mittelstände (Handwerker, kleine Industrielle, Kaufleute, Rentiers, kurz: Kleinbürger) und die Bauern. Im »Kommunistischen Manifest« nehmen sie an, dass diese Gruppen über kurz oder lang ins Proletariat absinken und sich zum Teil dessen politischen Zielen anschließen würden. Marx rechnet jedoch auch mit dem politisch korrumpierbaren Lumpenproletariat und mit Zwischenschichten ohne Klasseninteresse (z. B. die französischen Parzellenbauern). Beide Gruppen können in den Dienst reaktionärer Politik gestellt werden.
 
Im Polarisierungsprozess, im Klassenkampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie, werden die Mittelstände auf lange Sicht zerrieben. Exakt an diesem Punkt setzt die so genannte revisionistische Kritik an. So wandte E. Bernstein, einer der engsten Mitarbeiter von Engels nach dem Tode von Marx, aufgrund empirischer Untersuchungen gegen die marxsche Theorie ein, dass die von Marx prognostizierte Polarisierung der Gesellschaft nicht eingetreten sei, sondern immer neue Mittelschichten nachwüchsen und auch die Löhne der Arbeiter entgegen den marxschen Prognosen (Bernstein verstand die von Marx vorausgesagte Verelendung des Proletariats als absolute und nicht als relative, d. h. auf den gesamtgesellschaftlichen Reichtum bezogene Verelendung) angestiegen seien. Marx dagegen ging davon aus, dass sich das Proletariat über lokale Zwischenstufen als Klasse zur politischen Partei organisieren werde. Sein Kampf um die »politische Herrschaft« sei am besten in einer »demokratischen Republik« zu führen (»Erkämpfung der Demokratie« als erstes Nahziel). Habe es die Staatsgewalt ergriffen, so verwandele es die Produktionsmittel zunächst in Staatseigentum. Damit hebe es aber sich selbst als Proletariat, alle Klassenunterschiede und damit auch den Staat auf (mit der Tendenz zur klassenlosen Gesellschaft): »An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen. Der Staat wird nicht, abgeschafft', er stirbt ab« (Engels). Im »Kommunistischen Manifest« wird die so entstehende Gesellschaft auch als Assoziation gesehen, »in der die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist«.
 
Über die Form des revolutionären Kampfes haben sich Marx und Engels unterschiedlich geäußert. Marx sprach in der Kommuneschrift (1871) davon, dass die »Staatsmaschinerie vernichtet« werden muss, in anderen Zusammenhängen hielten er und Engels es für möglich, dass die Arbeiterklasse sich der überkommenen parlamentarischen Institutionen bedienen könnte. Nicht einheitlich sind ferner die Aussagen zur Funktion des bürgerlichen Staates. Das Diktum, »die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuss, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisie verwalte«, lässt darauf schließen, dass sie nur im Interesse des Kapitals tätig werden könne; gewisse Passagen im »Kapital« zeigen aber, dass Marx auch sozialreformerische Aktivitäten des Staates für möglich hielt.
 
Marx und Engels haben, um den Anschein utopischen Denkens zu vermeiden, bewusst auf eine ausführliche Beschreibung der künftigen Gesellschaftsordnung verzichtet. In der »Kritik des Gothaer Programms« (1875) spricht Marx davon, dass zwischen der kapitalistischen und der kommunistischen Gesellschaft eine Übergangsperiode der Diktatur des Proletariats liege. Erst in der kommunistischen Gesellschaft verschwänden Arbeitsteilung und Gegensatz von geistiger und körperlicher Arbeit, die Springquellen des gesellschaftlichen Reichtums flössen voller, sodass das Prinzip »Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen« verwirklicht werden könne.
 
 Systematisierung und Ausdeutung des Marxismus durch Engels
 
Bei Marx fehlt eine feststehende Bezeichnung seiner Lehre. Engels spricht von der materialistischen Auffassung der Natur und der Geschichte sowie vom historischen Materialismus. Zur Abgrenzung vom utopischen Sozialismus benutzten beide auch die Bezeichnung wissenschaftlicher Sozialismus.
 
Als Materialisten waren Marx und Engels von der Existenz einer realen Welt vor und außerhalb des menschlichen Bewusstseins überzeugt. Marx befasste sich jedoch ausschließlich mit den Implikationen, die sich daraus für die Tätigkeit des Menschen und die von ihm erzeugte materielle (= wirkliche) gesellschaftliche Welt ergaben. Sie stellen sich ihm als widerspruchsvolle, deshalb dialektisch zu begreifende Bewegung dar. Engels hingegen betrieb systematisch naturwissenschaftliche Studien. Er meinte, dass auch die Ergebnisse der modernen Naturwissenschaft dialektisch aufgefasst werden müssen: Dialektik in Form allgemeiner Bewegungsgesetze wirkt - nach Engels - in Natur und Geschichte wie im Denken als Reflex der dialektischen Bewegung der wirklichen Welt (Widerspiegelungstheorie). Diese umfassende Philosophie unterbreitete er im »Anti-Dühring« (1878) besonders dem deutschen sozialdemokratischen Publikum. Sie wurde als Grundlage des dialektischen Materialismus (DIAMAT) und des historischen Materialismus (HISTOMAT) zur marxistischen Weltanschauung. Ersterer stellt dabei die Entwicklung »aller materiellen, natürlichen und geistigen Dinge, d. h.. .. des gesamten konkreten Inhalts der Welt und ihrer Erkenntnis« (Lenin) dar. Demgegenüber umfasst der historische Materialismus das entscheidende Lehrstück der marxistischen Gesellschafts- und Geschichtstheorie. Im Zentrum steht die Erklärung der Zweckgerichtetheit historischer Sachverhalte (historisches Prinzip) und das Postulat, dass die Geschichte nicht von Ideen oder Begriffen, sondern von »wirklichen« Menschen gestaltet wird (materialistisches Prinzip). Damit war der Übergang von der marxschen Theorie zur proletarischen Weltanschauung vollzogen.
 
 Rezeption in der deutschen Sozialdemokratie
 
Nach dem Tod von Engels (1895) galt K. Kautsky als führender Theoretiker des Marxismus. Er interpretierte ihn im Licht der damaligen materialistischen und darwinistischen Zeitströmung. Er übernahm die marxsche Ökonomie und Klassenkampftheorie (Schöpfer des Erfurter Programms), gab ihnen aber einen evolutionistischen Akzent. Überzeugt von der Richtigkeit der marxschen Prognosen hinsichtlich der Zukunft des Kapitalismus, interpretierte er den von Marx beschriebenen Niedergang aber als einen quasinaturgesetzlichen Prozess, an dessen Ende dem Proletariat und seiner Partei ganz von selbst die Macht zufallen werde. Revolutionäre Anstrengungen seien bei der Erreichung dieses Ziels nicht erforderlich. Nach dem Ersten Weltkrieg plädierte er in heftigen Kontroversen mit anderen Marxisten, denen er »Terrorismus« vorwarf (besonders mit Lenin), für die demokratische Republik als die zur Verwirklichung des Sozialismus geeignete Herrschaftsform.
 
E. Bernstein wurde mit der Frage nach der Richtigkeit der materialistischen Geschichtsauffassung zum Begründer des marxistischen Revisionismus. In Anlehnung an I. Kant bestritt er, dass der Sozialismus selbst »wissenschaftlich« sein könne; freilich müsse er auf erfahrungswissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauen. Außerdem wollte er die soziale Revolution durch eine Politik sozialer Reformen ersetzen, bei der dem Staat, der von ihm nicht mehr als »Ausschuss der herrschenden Klassen« (Engels) begriffen wurde, über die Einführung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts eine entscheidende Rolle zugewiesen wurde.
 
Rosa Luxemburg lehnte die Schlussfolgerung Bernsteins, man könne ohne Revolution zu einer sozialistischen Gesellschaftsordnung gelangen, als Reformismus ab; sie vertrat die These vom notwendigen Zusammenbruch des Kapitalismus. Nach ihren Erfahrungen in der russischen Revolution von 1905 glaubte sie, dass das eigentliche revolutionäre Kampfmittel des Proletariats der spontane (nicht von der Partei organisierte) Massenstreik sei, der Lernprozesse auslöse und verstärkt Klassenbewusstsein erzeuge. Rosa Luxemburgs Vertrauen auf die revolutionäre Spontaneität des Proletariats, die durch keinerlei Führungsgruppe »geleithammelt« werden dürfe, war v. a. eine Kritik an der leninschen Parteitheorie.
 
Wie Lenin wies auch Rosa Luxemburg die Einwände Bernsteins gegen die marxschen Prognosen durch die Entwicklung einer Imperialismustheorie zurück, der zufolge es dem Kapitalismus in seiner imperialistischen Phase gelungen sei, die ihm eigenen Tendenzen zur Proletarisierung der Mittelschichten und Polarisierung der Gesellschaft durch imperialistische Extraprofite zu dämpfen (Rosa Luxemburg) beziehungsweise Teile des Proletariats zu bestechen und in eine »Arbeiteraristokratie« zu verwandeln (Lenin). Da jedoch auch der Imperialismus in absehbarer Zeit an seine Grenzen stoßen werde, würden die marxschen Prognosen nach dem Zusammenbruch des Imperialismus im Ersten Weltkrieg wieder voll zur Geltung kommen. Mit der Verhärtung der marxistischen Orthodoxie nach dem Sieg der Oktoberrevolution in Russland ließ die theoretische Fruchtbarkeit innermarxistischer Kontroversen nach, zumal theoretische Diskussionen sehr bald zum Kampf zweier politischer »Linien« wurden und die jeweilige Parteiführung mit dem Beginn des Stalinismus kritische Köpfe immer häufiger zum Schweigen brachte.
 
Erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mit dem Neomarxismus, der sich außerhalb der an der marxistischen Orthodoxie zunächst festhaltenden kommunistischen Parteien in Westeuropa ansiedelte, die marxistische Diskussion wieder belebt.
 
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie v. a. auch in den folgenden Artikeln:
 
Austromarxismus · Bourgeoisie · Dialektik · Klassenkampf · Kommunismus · Materialismus · Proletariat · Revisionismus · Sozialismus
 
 
L. D. Trotzkij: Die Grundfragen der Revolution (a. d. Russ., 1923);
 L. D. Trotzkij: Die permanente Revolution (a. d. Russ., Neuausg. 1993);
 G. A. Wetter: Der dialekt. Materialismus (51960);
 G. A. Wetter: Dialekt. u. histor. Materialismus (188.-192. Tsd. 1979);
 R. Rosdolsky: Zur Entstehungsgesch. des Marx'schen Kapitals, 3 Bde. (1-21968-69, Nachdr. 1973-74);
 B. D. Wolfe: Marx u. die Marxisten (a. d. Engl., 1968);
 K. Hartmann: Die Marxsche Theorie (1970);
 R. Luxemburg: Schriften zur Theorie der Spontaneität, hg. v. S. Hillmann (14.-18. Tsd. 1970);
 W. Becker: Kritik der Marxschen Wertlehre (1972);
 
Beitr. zur marxist. Erkenntnistheorie, hg. v. Alfred Schmidt (41972);
 K. Kühne: Ökonomie u. M., 2 Bde. u. Register-Bd. (1972-74);
 R. C. Tucker: Philosophy and myth in Karl Marx (Neuausg. Cambridge 21972);
 G. Herre: Verelendung u. Proletariat bei Karl Marx (1973);
 G. W. Plechanow: Die Grundprobleme des M. (a. d. Russ., Neuausg. Berlin-Ost 1973);
 H. Fleischer: Marx u. Engels (21974);
 C. Helberger: M. als Methode (1974);
 G. Schwan: Die Gesellschaftskritik von Karl Marx (21975);
 
Der M., hg. v. I. Fetscher, 3 Bde. (31976-77);
 H. Grebing: Der Revisionismus (1977);
 L. Kołakowski: Die Hauptströmungen des M., 3 Bde. (a. d. Poln., 1977-79);
 M. Mauke: Die Klassentheorie von Marx u. Engels (51977);
 W. Steitz: Einf. in die polit. Ökonomie des M. (1977);
 P. Anderson: Über den westl. M. (a. d. Engl., 1978);
 E. Fromm: Das Menschenbild bei Marx (a. d. Engl., Neuausg. 1982);
 G. Lukács: Gesch. u. Klassenbewußtsein (Neuausg. 81983);
 E. Nolte: M. u. industrielle Revolution (1983);
 
Marx-Engels-Begriffslex., hg. v. K. Lotter (1984);
 I. Fetscher: Karl Marx u. der M. (Neuausg. 1985);
 K. Kautsky: Die materialist. Geschichtsauffassung, 2 Bde. (Neuausg. 1988);
 E. Bernstein: Die Voraussetzungen des Sozialismus u. die Aufgaben der Sozialdemokratie (Neuausg. 1991);
 A. Gramsci: M. u. Kultur. Ideologie, Alltag, Lit. (a. d. Ital., 31991);
 Alfred Schmidt: Der Begriff der Natur in der Lehre von Marx (Neuausg. 41993);
 
Der M. in seinem Zeitalter, hg. v. H. Fleischer (1994);
 E. Mandel: Einf. in den M. (a. d. Frz., 51994).
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
Marxismus: Historische Entwicklung
 
Marxismus-Leninismus: Über den dialektischen und historischen Materialismus
 

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Mar|xịs|mus, der; -, ...men [nach dem dt. Philosophen u. Nationalökonomen K. Marx (1818-1883)]: 1. <o. Pl.> von Marx u. Engels begründete Lehre, die auf einer mit der Methode des dialektischen Materialismus erfolgenden Betrachtung der Gesellschaft beruht u. die die revolutionäre Umgestaltung der Klassengesellschaft in eine klassenlose Gesellschaft zum Ziel hat: die Lehre des M.; In den Sechzigern und frühen Siebzigern gab es den Konflikt zwischen Antiautoritarismus und M. (taz 22. 12. 98, 14); den M. studieren, weiterentwickeln; Kritik am M. üben; die Verbindung von M. und Psychoanalyse. 2. aus dem marxistischen Jargon stammendes sprachliches od. stilistisches Element in gesprochenen od. geschriebenen Texten.

Universal-Lexikon. 2012.

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